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Lungenemphysem

Lungenemphysem

Das Lungenemphysem – Chronische Irritation und Erkrankung der Lunge

Ein Lungenemphysem ist eine Lungenerkrankung, die jedoch nicht selbst auftritt, sondern meistens am Ende einer chronischen Lungenerkrankung, einer Krebserkrankung oder einer anders gearteten Irritation des Lungengewebes diagnostiziert wird. Das Lungenemphysem ist eine so genannte irreversible Krankheit, das heißt, sie kann nicht geheilt werden. Das feinste Lungengewebe, welches mit Luft gefüllt ist, ist bei einem Emphysem überbläht. Die Lunge liegt im Thorax, im Brustkorb.

In der Lunge sorgen die Alveolen, die Lungenbläschen, für die Abgabe des Kohlenstoffdioxids aus dem Blut und zur Aufnahme von Sauerstoff. Millionen dieser Lungenbläschen machen die Atmung auch bei höchster Belastung möglich. Je mehr sich ein Mensch bewegt, umso aktiver ist die Lunge, da das Herz und der gesamte restliche Körper einen erhöhten Bedarf an Sauerstoff haben. Im Ruhezustand senkt sich der Sauerstoffbedarf des Körpers, die Lunge, und somit auch die Alveolen, arbeiten langsamer.

Diese Ursachen kann ein Lungenemphysem haben

Das Lungengewebe verändert sich, wenn Einflüsse von außen auf sie einwirken. Dies kann zum Beispiel nach einer Operation, die aufgrund eines Lungenkarzinoms erforderlich war, der Fall sein, aber auch durch Tabakrauch oder Silikate eintreten. Das Gewebe entzündet sich; ein Lungenschaden entsteht. Nach einer langen Bronchialasthmaerkrankung kann zum Beispiel ein Lungenemphysem entstehen. Eine alte Bergmannskrankheit, die im Volksmund „Staublunge“ genannte Pneumokoniose, kann ebenfalls ursächlich für ein Lungenemphysem sein. Hier haben sich Kohlenstaub, Quarzstaub oder andere feinste Partikel in der Lunge oder in den Bronchien abgelagert, und zu einer Veränderung des Gewebes geführt. Das ständige Einatmen der Partikel unter Tage führte zu dieser Staublunge. Entzündungen, die durch diese Partikel in der Lunge entstehen, vernarben das Gewebe.

Durch welche Symptome ist ein Lungenemphysem gekennzeichnet?

Verliert die Lunge durch diese Gewebsveränderungen ihre Dehnbarkeit und bleibt dauerhaft weniger elastisch, kann die verbrauchte Luft aus dem Körper nicht mehr so gut entweichen. Dementsprechend ist es auch nicht mehr möglich, ausreichend neue, mit Sauerstoff versetzte Luft einzuatmen. Atmet der Mensch nun aus, entsteht ein Druck auf die kleinen Bronchien, die dann kollabieren, das heißt, sie sind nicht mehr in der Lage, ihre Arbeit zu verrichten. Die verbrauchte Luft bleibt in den Lungenbläschen, sie dehnen sich aus, überblähen sich also. Es entstehen schließlich aus vormals gesunden Alveolen die so genannten Emphysemblasen, die zu keinerlei Luftaustausch mehr in der Lage sind.

Die Entwicklung eines Lungenemphysems lässt sich nicht aufhalten. Auch, wenn die beginnende Krankheit erkannt wird, bleibt die Krankheit irreversibel. Die Symptome sind eindeutig. Durch die kaputten Alveolen vermindert sich die Fläche, über die der Luftaustausch während der Atmung vorgenommen wird. Dadurch wird die Fähigkeit, zu atmen, sehr stark eingeschränkt. Die Folge ist Atemnot; in den frühen Stadien nur bei einer entsprechenden körperlichen Belastung oder bei Aufregung, später dann aber auch im Ruhezustand, ja sogar während des Schlafes, wo man dann in Fachkreisen von der Ruhedyspnoe spricht. Die Leistungsfähigkeit der Patienten nimmt zusehends ab, je weiter das Lungenemphysem fortschreitet. Dadurch, dass der Körper nun nicht mehr genug Sauerstoff in das Blut transportieren kann, kommt es zur Blaufärbung, in der Fachsprache Zyanose genannt, verschiedener Gliedmaßen, beziehungsweise Körperteile. Dies sind vornehmlich die Fingerspitzen und Zehen, aber auch die Lippen.

Schon wenige Stufen einer Treppe können nicht mehr erklommen werden; es wird unmöglich, eine Kerze auszublasen. Im spätesten Stadium wird allein das Aufstehen aus dem Bett, das Anziehen und Waschen zu einer Aufgabe, die der Patient nur unter größter Anstrengung und ausschließlich mit Hilfe bewältigen kann. Ab einem gewissen Stadium nimmt der Umfang des Thorax zu, man spricht hier von einem Fassthorax. Deutlich sichtbar ist die aufgeblähte Lunge auch auf dem Röntgenbild. Eine Belastung von Herz und anderen Organen ist deutlich erkennbar, wenn das Lungenemphysem erst einmal ein bestimmtes Stadium erreicht hat. Der dauernde Sauerstoffmangel macht aber schon im frühen Stadium unkonzentriert, leistungsschwach und müde.

Diagnose Lungenemphysem: Das sind die weiteren Behandlungsschritte

In den Überbegriffen unterscheidet man zwischen dem normalen Altersemphysem und dem sekundären Emphysem. Bei letzterem liegt immer eine Ursache in Form einer Störung vor, die das Lungenemphysem bewirkt. Das sekundäre Emphysem ist unterteilt in vier Arten. Die erste Art ist das zentrilobuläre Emphysem; es entsteht aus einer chronischen Bronchitis und ist im Oberlappen der Lunge angesiedelt. Eine zweite Art ist das panlobuläre Emphysem, welches auftritt, wenn dem Menschen das Alpha-1-Antitrypsin Enzym fehlt. Dieses Enzym ist im Körper dafür zuständig, die Lunge zu schützen. Fehlt es, können Proteasen, dies sind Biokatalysatoren, das Lungengewebe schädigen, das Emphysem ist die Folge. Die dritte Art Emphysem entsteht, wenn in der Lunge Vernarbungen auftreten; hier spricht man dann vom Narbenemphysem. Die Narben können durch vorangegangene Entzündungen, aber auch mechanisch, in Form von Operationsnarben, entstanden sein. Die vierte Art ist das so genannte Resektionsemphysem. Wird, zum Beispiel aufgrund einer Krebserkrankung, ein Teil der Lunge operativ entfernt – man spricht hier von einer Teilresektion – kommt es zur Ausdehnung der Restlunge, wodurch die Überblähung zustande kommen kann.

Die Einschränkungen, die durch ein Lungenemphysem für den Patienten bestehen, sind schlimmer, je weiter die Krankheit fortschreitet. Bemerkt man zunächst nur Atemnot, wenn man sich körperlich bewegt oder schwer arbeitet, wird dieser Sauerstoffmangel immer mehr zum täglichen Begleiter in allen Lebenslagen, je mehr Lungenbläschen den Dienst versagen. Eine mechanische Zufuhr von Sauerstoff wird am Ende auch in der Ruhelage erforderlich; die meisten Patienten besitzen ein Sauerstoffgerät, welches nicht nur transportabel ist, sondern auch mit einem langen Schlauch versehen ist, der die Beweglichkeit in einem gewissen Radius vergrößert; vor allem im Wohnbereich. Im späten Stadium kann ein Patient aber auch mithilfe eines solchen Gerätes das Haus nicht mehr verlassen – ohne die Hilfe eines anderen Menschen ist das Leben schon viel früher kaum noch zu meistern.



One thought on “Lungenemphysem

  1. Ja ich bin davon betroffen .Habe seit meinem 5 Lebensjahr Asthma und kann jetzt mit 60 keine große Strecke mehr laufen .auch das Herz ist angegriffen und bringt keine richtige Leistung mehr. Ich stehe früh auf und bin bis zur Toilette schon wieder fix und fertig . Auf der Straße muß ich mich schon manchmal an Wänden usw abstützen .Leichte Steigung sind nach 20m mit Pausen bestückt und immer Schweißausbrüche .
    Am normalen Alltag nehme ich nicht mehr Teil. Habe zudem noch Osteoporose die mir starke Schmerzen bereitet. Zur Zeit bekomme ich alle 14 Tage 4Spritzen xoläir . Seit Januar ….
    Kann noch nicht so Recht eine positive Wirkung feststellen.
    Mein Leben ist nicht mehr lebenswert .
    60% Schwerbeschätigt …
    Aber Parkausweis für Behinderten parkfläche für Kaufhallen würde mir verweigert . Ich verstehe da die Welt nicht mehr .!!!
    Mfg Grunert Jürgen

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