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Mammakarzinom

Mammakarzinom

Das Mammakarzinom – Brustkrebs bei Frauen

Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes erkranken jährlich über 57.000 Frauen anBrustkrebs. Brustkrebs oder Mammakarzinom betrifft in erster Linie Frauen. Es handelt sich bei dieser Erkrankung um einen bösartigen invasiven Tumor in der Brust. Brustkrebs neigt zu Metastasenbildung und kann sich bis in Knochen, Leber, Lunge und Gehirn ausbreiten.

Entdeckt wird der Brustkrebs oft von den betroffenen Frauen selbst, die einen festen, schwer verschieblichen Knoten in der Brust ertasten. Diese invasive Krebsart kann sich allerdings auch ohne dieses Symptom ausbreiten. Bei fast 25% aller Krebserkrankungen der Frau handelt es sich um Brustkrebs. Somit ist dieses Karzinom das bei Frauen am häufigsten vorkommende. Obwohl dieser Krebs im Durchschnitt Frauen ab 63 Jahren betrifft, gibt es ebenso Erkrankte, die jünger als 35 Jahre sind.

Ursachen von Mammakarzinomen im Alltag nicht sicher erforscht

Die genauen Ursachen des Brustkrebs sind noch nicht sicher erforscht. Die Forschung geht jedoch davon aus, dass äußere Einflüsse, wie zum Beispiel Rauchen oder auch UmweltgifteBrustkrebs auslösen können. Aufgrund der guten Früherkennung sinkt die Zahl der Sterblichkeit bei Brustkrebserkrankungen in den letzten Jahren. 81% der behandelten Erkrankten sind fünf Jahre nach der Diagnose noch befallsfrei und am Leben. Ob ein Brustkrebs therapiert und geheilt werden kann, ist einmal vom Stadium der Erkrankung abhängig, ebenso von der Angriffslust der Zellen, sowie den in Frage kommenden Behandlungsmethoden. Von Heilung spricht man dann, wenn die Erkrankte innerhalb von fünf Jahren keinen Rückfall erleidet. Brustkrebs entsteht meist im oberen Viertel der Brust auf der Achselseite. Dort treten die Karzinome zu 55% auf. Die anderen Bereiche der Brust können jedoch ebenso befallen werden. Auch eine Karzinombildung hinter der Brustwarze ist denkbar.

Unterschiedliche Mammakarzinome – unterschiedliche Hauptursachen

Es gibt verschiedene Typen von Brustkrebs. Man unterscheidet in der Hauptsache zwischen duktalen und lobulären Karzinomen. Die mit 80% sehr häufig auftretenden duktalen Karzinome entwickeln sich an der Innenseite der Milchgänge, indem sie die dortige Zellschicht befallen. Das lobuläre Mammakarzinom ist seltener und es beginnt in den Drüsenläppchen der Brust. Bei beiden Varianten ist die multizentrische Ausbildung möglich, das heißt, in einem anderen Teil der betroffenen Brust wächst ein weiteres Karzinom. Da die genauen Ursachen für die Entstehung von Brustkrebs nicht bekannt sind, hat die Onkologie eine Liste von Risikofaktoren erstellt, die die Entstehung begünstigen.

Neben Alter und erblicher Belastung können verschiedene Faktoren die Karzinombildung begünstigen. So sind Frauen, die beim ersten Kind über 30 waren und Frauen ohne Kinder häufiger betroffen als Frauen mit Kindern und Frauen, die lange gestillt haben. Weitere Risikofaktoren sind Hormonersatztherapien, Übergewicht, Alkoholmissbrauch und Bewegungsmangel.

Allgemeine Symptome – Diese Beschwerden können durch ein Mammakarzinom auftreten

Da sich Brustkrebs oft ohne Schmerzen entwickelt, kann eine frühe Erkennung durch folgende Symptome stattfinden: Knoten und Verhärtungen in der Brust, Änderung in Form oder Größe, Hauteinziehungen, Farbänderungen, Absonderungen aus einer Brustwarze, Knoten in der Achselhöhle. Immer dann, wenn solche Anzeichen entdeckt werden, ist eine umgehende ärztliche Untersuchung unumgänglich, da gerade auch die Früherkennung die bestmöglichen Heilungschancen bietet.

Fachgerechte Diagnose von Brustkrebs durch einen Facharzt

Dem Arzt stehen verschiedene diagnostische Mittel zur Verfügung. Nach einer gründlichen Abtastung beider Brüste und der Lymphknoten in der Achselhöhle kann eine Mammografie weitere Klarheit geben. Dabei wird die Brust geröntgt, um Veränderungen im Gewebe sichtbar zu machen, die Vorstufe oder Hinweis auf ein Karzinom sind. Ultraschall und Kernspintomografie können weitere wichtige Ergebnisse liefern, um die anschließende Behandlung des Mammakarzinoms abzustimmen. Am Schluss der Untersuchungen steht eine Gewebeprobe, die letztendlich Klarheit über die Art des Tumors gibt. Das Gewebe wird auf das Vorhandensein von Krebszellen untersucht und daraufhin wird die endgültige Diagnose gestellt.

Wenn nun bei einer Frau der Brustkrebs diagnostiziert wird, sind verschiedene Behandlungsmöglichkeiten vorhanden. Je nach Art und Größe des Tumors kann eine operative, chemotherapeutische oder bestrahlende Behandlung erforderlich werden. Man unterscheidet hierbei verschiedene Behandlungsarten und -methoden. Wird der Tumor lokal behandelt, erfolgt eine Operation oder Bestrahlung am Entstehungsort des Karzinoms. Von einer systemischen Behandlung spricht man, wenn eine Hormon- oder Chemotherapie erfolgt.

Wenn der behandelnde Arzt sich für eine Operation entscheidet, wird als Erstes eine brusterhaltende Operation angestrebt. Es wird versucht, nicht mehr Gewebe als unbedingt nötig zu entfernen. Die Lymphknoten in der Achsel werden im Gegensatz zu früher nicht präventiv entfernt, sondern nur dann, wenn bei der sogenannten Sentinel-Lymphknoten-Biopsie ein Befall mit Krebszellen diagnostiziert wurde. Falls die Brust aufgrund der Diagnose komplett entfernt werden muss, gibt die Möglichkeit einer Brustprothese, alternativ kann mithilfe plastischer Chirurgie eine Brustrekonstruktion vorgenommen werden. Nach der Operation wird der Betroffenen eine Strahlentherapie empfohlen, um die Wahrscheinlichkeit des Wiederauftretens des Krebses zu vermindern.

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit ist die Chemotherapie, bei der versucht wird, mit einer Kombination von Medikamenten die Krebszellen zu zerstören. Diese Therapie wird in mehreren Sätzen durchgeführt, um den mitbetroffenen gesunden Zellen die Möglichkeit zur Regeneration zu geben. Bei bestimmten Formen des Brustkrebs kann auch eine Anti-Hormon-Therapie durchgeführt werden. Hierbei werden nach entsprechendem Ergebnis der pathologischen Untersuchung Hormone verordnet, die das weitere Wachstum der Krebszellen verhindern. Zusätzlich zu den erwähnten Methoden gibt es noch weitere Therapieansätze. Welcher davon im jeweiligen Fall in Frage kommt, kann am besten in einem der Brustkrebszentren entschieden werden. Dort sind die Ärzte auf diese Erkrankung spezialisiert und können die bestmögliche Diagnostik und Therapie bieten.

Ein entscheidender Aspekt bei der Heilung und Behandlung von Brustkrebs ist die Früherkennung. Die Heilungschancen steigen, je eher die Erkrankung entdeckt wird, da im Verlauf der Krankheit neben dem Brustgewebe auch die Lymphknoten befallen werden. Ist dieses Stadium erst einmal erreicht, kommt es meist auch zur Metastasenbildung, da sich die Krebszellen über die Blutbahn im Körper ausbreiten können.

Auch Männer können von Mammakarzinomen betroffen sein

Auch Männer können an Brustkrebs erkranken, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit dort deutlich niedriger. Die Prognosen und die Diagnostik entsprechen weitgehend dem des Brustkrebs bei Frauen, lediglich die Überlebensquote ist geringer, da der Brustkrebs beim Mann später auftritt und die Erkennung meist auch erst spät erfolgt. Die Entstehung von Brustkrebs hängt von vielen Faktoren ab, die wie zum Beispiel die genetische Veranlagung, nicht zu beeinflussen sind. Jedoch können gerade in diesem Fall bestimmte Dinge beachtet werden. Übergewicht, sowie der damit verbundene oft erhöhte Insulinspiegel begünstigen die Entstehung von Brustkrebs. Wenn die Erkrankung aufgetreten ist, ist die Rückfallquote bei übergewichtigen Frauen deutlich höher. Das Risiko wird auch durch mehr Bewegung, eine gesunde vollwertige Ernährung und einem moderaten Alkoholgenuss gemindert.



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