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SARS – Severe Acute Respiratory Syndrome

SARS - Schweres akutes respiratorisches Syndrom

SARS – Das Schwere akute respiratorische Syndrom

Eine Krankheit der neueren Generation ist das Schwere Akute Respiratorische Syndrom, kurz SARS. Der englische und somit auch von der WHOverwendete Name ist Severe Acute Respiratory Syndrome. Bekannt ist die Krankheit spätestens seit 2003, erste Fälle wurden aber bereits im Jahr 2002 in China verzeichnet. Die Ursache der Erkrankung ist ein Virus, genauer gesagt eine bisher nicht bekannte Unterart des Coronavirus. Es dauerte eine Zeit, bis die Herkunft des SAR-Syndroms abgeklärt werden konnte.

Die ersten Patienten wurden, wie bei einer atypischen Lungenentzündung üblich, mit Antibiotika behandelt, sprachen jedoch darauf nicht an. Da sich auf die Antibiose keine Besserung einstellte, ging man von einem Virus aus; dass es sich um eine Mutation des Coronavirus handelte, fanden Virologen heraus. Es wird angenommen, dass die Geschichte von SARS bei einem chinesischen Koch begann, der in einem Delikatessenlokal sehr seltene wilde Tiere zubereitete. Küchenschaben sind die Überträger der Krankheit. Eine Schleichkatzenart, aber auch Fledermäuse kommen als Hauptwirte der Viren in Frage, wobei diese aber keine Krankheitszeichen feststellen lassen. Als Ausgangsort wurde die Provinz Guangdong in China lokalisiert, von wo aus sie schnell nach Vietnam und Hong Kong übergriff.

Welche Ursachen führen zu einer SARS Erkrankung?

Zunächst ging man davon aus, dass das Virus sich nur direkt übertragen ließ; erst nach und nach stellte sich heraus, dass SARS auch über die Luft übertragbar ist, weil die Viren auch außerhalb eines Körpers etwa 24 Stunden überleben können. Hautursache der Ansteckung ist jedoch die Tröpfcheninfektion aus wenig Entfernung, beziehungsweise zum Teil auch die Schmierinfektion über kontaminierte Gegenstände oder Körper. Der nahe Kontakt zu einem mit SARS infizierten Patienten kann also durchaus die sichere Ansteckung bedeuten. Da die Krankheit einer Lungenentzündung sehr ähnlich ist, kann hier ein Husten oder Niesen durchaus falsch interpretiert werden, was einer Epidemie sehr zuträglich ist.

Symptome und Diagnose des SARS

Die Symptome der Lungenkrankheit sind, wie schon gesagt, ähnlich derer einer Pneumonie, also einer Lungenentzündung. Hat man sich das Virus eingefangen, dauert es etwa zwei bis sieben Tage, bis sich die ersten deutlichen Anzeichen von SARS bemerkbar machen. Akutes Fieber tritt auf, und steigt schnell über 38 Grad Celsius an. Der Hals ist entzündet, Husten und Heiserkeit treten auf. Plötzliche Atemnot sorgt neben der Schwächung durch das Fieber schnell für eine Entkräftung des Patienten, der noch dazu Muskelschmerzen und teils heftige Kopfschmerzen erleiden muss.

Erst beim Röntgen lässt sich feststellen, ob einer oder beide Lungenflügel entzündet sind. Eine Untersuchung des Blutes im Labor ergibt manchmal, dass die Blutplättchen und die weißen Blutkörperchen, also die Thrombozyten und die Leukozyten, sich dezimiert haben. Die Gesamtheit aller Beschwerden macht den Patienten schwach und kraftlos; wichtig ist es, das Fieber möglichst schnell unter Kontrolle zu bekommen, aber auch die begleitenden Entzündungen, vor allem der Atemwege, zu therapieren.

Therapie des SARS – Cortison als Hilfsmittel Nr. eins

Da die Krankheit sehr neu war, wusste man zunächst nicht, wie man behandeln sollte. Bis heute gibt es keine ausdrückliche Behandlungsweise. Cortison wird gegeben, und das Mittel Ribavirin kommt zum Einsatz. Da man zunächst fälschlicherweise von einer bakteriellen Lungenentzündung ausging, wurden viele Patienten erfolglos mit Antibiotika behandelt, bevor das auch bei Hepatitis C verabreichte Ribavirin angewandt wurde. Als die Krankheit sich 2003 ausbreitete, hat die WHO eine Reisewarnung ausgesprochen, die auch groß in den Medien zu verfolgen war.

Man befürchtete zu dieser Zeit eine Pandemie, zumindest aber eine weitreichende Epidemie, die viele Todesopfer hätte fordern können. Etwa 20 Prozent der an SARS erkrankten Personen verstarb an der Krankheit, bis eine weitere Ausbreitung reduziert und die Krankheit schließlich wieder unter Kontrolle gebracht werden konnte. Laut einer Liste, die von der WHO im August 2003 veröffentlicht wurde, war die Zahl der Erkrankungen in China, Hong Kong und Taiwan am höchsten, aber auch in Kanada und Singapur gab es ein verstärktes Auftreten von SARS.

Dementsprechend war auch die Zahl der Toten in diesen Ländern am höchsten. Insgesamt wurden 8422 Erkrankungen registriert; die Zahl der Genesenen beträgt 7442. In den anderen Ländern, in denen Erkrankungen und Todesfälle registriert werden mussten, liegen diese oft in einer Asienreise begründet. Für einige Zeit hing der dunkle Schatten von SARS über der ganzen Welt, weil man eine globale Ausbreitung durchaus für möglich hielt. Die Krankheit ist jedoch zum heutigen Zeitpunkt ausgelöscht, nachdem der letzte Todesfall im Dezember 2003 in Taiwan beklagt werden musste, wo ein Militärarzt an dem Virus verstarb.

Man begann, an der Entwicklung eines Impfstoffes zu forschen, was jedoch durch das Verschwinden der Krankheit mittlerweile nicht mehr notwendig ist. Erste Erfolge bei der Forschung nach einem Impfmittel konnten durch Versuche mit Tabak- und Tomatenpflanzen erzielt werden. Man hatte den Impfstoff sogar bei Labormäusen schon erfolgreich getestet. Die Forschungen sind weitestgehend eingestellt, da seit Dezember 2003 keine erneute Erkrankung verzeichnet werden musste. Ein Mikrobiologe aus Hong Kong machte Schlagzeilen, als er darauf hinwies, dass man das SARS Virus unter gewissen Bedingungen auch als biologische Waffe eingesetzt werden könnte. Ähnlich, wie der Milzbrand ließe es sich nach seiner Aussage ständig weiterentwickeln und so zu einer unberechenbaren Waffe machen. Ursächlich dafür ist, dass das Coronavirus sich stets verändert, das heißt, es mutiert, und wird immer gefährlicher. Dieses Wissen könnten manche Länder durchaus zu ihren Nutzen verwenden; die Folgen wären furchtbar. Ansonsten ist SARS mittlerweile eine Episode, die zwar einige Todesopfer forderte, jedoch glimpflicher ablief, als man zunächst annahm.

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